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VERANSTALTUNG: „Das Mädchen und der Tod“ | Lesung mit Burgschreiberin Luo Lingyuan DATUM: Sonntag | 1. März 2026 | 16:00 Uhr ORT: Burg Beeskow | Kl. Balkensaal EINTRITT: 8 € | erm. 5 €
Burg Beeskow (pm). Basierend auf einem Sexualverbrechen in Dessau, bei dem 2016 eine junge chinesische Studentin zu Tode gekommen ist, hat Luo Lingyuan mit „Das Mädchen und der Tod“ einen Roman verfasst, der auf zwei Handlungssträngen beruht: einerseits die Ankunft der jungen chinesischen Studentin in Deutschland und ihr Werdegang an der Dessauer Universität, ihre Freundschaften und ihre erste, zarte Liebe. Andererseits das Aufwachsen des Täters, sein soziales Umfeld, sein Konsum von Pornografie, sein brutales Denken und sein wachsender Wahn einer Allverfügbarkeit des weiblichen Körpers. Sprachlich fein, schlicht und unverstellt, bietet dieser Text einen Einblick in die Genese von Gewalt.
Am Sonntag, 1. März 2026, 16 Uhr, stellt Luo Lingyuan ihren 2024 im Verlag Secession erschienenen Roman auf der Burg Beeskow vor. Im zweiten Teil der Lesung gibt die Beeskower Burgschreiberin Einblicke in ihr aktuelles, in diesen Tagen erscheinendes Buch „Kinder der roten Erde“. Es erzählt von Xiao Sina, die als Achtjährige mit ihrer Familie vom Dorf in eine kleine Stadt zieht, in der ihr Vater eine gut laufende Ölpresse betreibt. Ab Oktober 1949, nach der Machtübernahme der Kommunisten, wendet sich das Schicksal für die Familie: Der Vater wird als „Grundbesitzer“ eingestuft und muss fliehen, die Mutter wird ins Gefängnis geworfen. Inzwischen 17-jährig, steht Sina als Kind von „Klassenfeinden“ allein in der Welt, sie ist geduldet, aber mehr oder weniger rechtlos.
Es ist das Leben ihrer Mutter, das Luo Lingyuan in ihrem neuen Roman erzählt, der die Volksrepublik China in ihren aufgewühlten, oft sehr grausamen Anfangsjahren zeigt.
Tickets zum Preis von acht Euro, ermäßigt fünf Euro, gibt es im Vorverkauf am Museumstresen der Burg Beeskow sowie telefonisch unter 03366 35-2727.
Foto: ©privat-quer-burg-verlauf |