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Wer alt wird, zieht meist vom Land in die Stadt, weil dort die Infrastruktur oftmals besser scheint. Doch es gibt andere Wege: Soziale Landwirtschaft kann eine Lösung sein. Im Heinersdorfer Herrenhaus kommen am 22. September 2026 Vordenker:innen zu Wort, die Ideen haben, wie Altwerden in ländlich geprägten Regionen gelingen kann. Zugeschaltet ist der renommierte ecuadorianische Wirtschaftswissenschaftler Alberto Acosta, der Impulse aus aller Welt vorstellen und mit dem Publikum diskutieren wird.
Heinersdorf (pm). „Es wird eine Mischung aus zwei kurzen Inputs, Diskussion, Musik und Projektionskunst sein“, lädt Annegret Huth von der Praxisforschungsstelle Heinersdorf zum Funken-Pluriversum ins Herrenhaus Heinersdorf ein. Gemeinsam mit Menschen aus Wissenschaft, Kultur und der Region entsteht ein ganz besonderer Raum für Austausch und Miteinander. Begleitet von Musik der lateinamerikanischen Gruppe Grupo Sal, die als Duo vor Ort sein wird, und dem Projektionskünstler Johannes Keitel, der Impressionen von Menschen und Natur im Wandel visualisieren wird, spricht das Format viele Sinne an.
Angelehnt an die global stattfindende Veranstaltungsreihe Pluriversum, die u.a. von Alberto Acosta angeschoben wurde und zu der es mittlerweile ein umfassendes Lexikon gibt, findet in Heinersdorf erstmalig eine kleine Version dieses Formats statt – ein Funken Pluriversum. „Ziel ist die Vorstellung von Ideen und Projekten, die die Gemeinschaft fördern und solidarisches Wirtschaften im Einklang mit der Natur erproben, abseits von ‚höher, schneller, weiter‘“, erklärt Annegret Huth. Das gute Leben stehe im Mittelpunkt. Was es bedeutet und auszeichnet wird von Forschenden wie Alberto Acosta aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. In Heinersdorf dreht sich an diesem Abend alles um ein Miteinander in ländlichen Räumen – vor allem, wenn man alt wird. Welche Ankerpunkte gibt es bei uns in der Gemeinde und rundherum? Wie machen es andere in anderen Ländern? Gibt es Rezepte, Ideen und Impulse, die auch in Brandenburg adaptiert werden können?
Die Praxisforschungsstelle Heinersdorf widmet sich diesen Fragen seit Anfang 2025 im Rahmen des Modellprojekts Grün-Weiße Kooperation zusammen mit der Katholischen Hochschule für Sozialwesen aus Berlin. Gemeinsam mit Akteuren aus Pflege, Sozialwesen, Landwirtschaft und Wissenschaft arbeiten sie an tragfähigen Lösungen für ältere Menschen in Sozialer Landwirtschaft. Mit der Veranstaltung richten sich die Organisator:innen an alle, die sich ähnliche Fragen stellen, Ideen und Angebote haben oder Austausch suchen.
Das Funken-Pluriversum wird von folgenden Initiativen und Vereinen organisiert. Die Praxisforschungsstelle Heinersdorf ist federführend bei der Organisation. Kooperationspartner sind:
Denk-mal-Kultur e.V. Leben im Heinersdorfer Herrenhaus GmbH KHSB BerlinPräsenzstelle Oderland-Spree der HS Wildau und Uni Viadrina BTU Cottbus-Senftenberg Veranstaltungsdaten
Datum: Dienstag, 22. September 2026, 18:00 Uhr (Einlass ab 17:30 Uhr)
Ort: Herrenhaus Heinersdorf, Hauptstraße 36c, 15518 Steinhöfel Zielgruppe: Jedermann
Der Eintritt ist frei. Kostenlose Tickets sind verfügbar unter https://thwipretix.th-wildau.de/Praesenzstellen/pluriversum/
Aufgrund der beschränkten Plätze wird eine Reservierung empfohlen.
Quellen: Veranstaltungsformat und Buch namens Pluriversum
Fotos: © Florian Reischauer, aufgenommen beim Pluriversum-Event 2024 auf der Burg Storkow; abgebildet ist die Band „Grupo Sal“ vor den Installationen von Johannes Keitel, sowie im Gespräch Alberto Acosta
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