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Waldspaziergang mit Zange und Müllbeutel





Eisenhüttenstadt (han). Jährlich am dritten Septembersamstag gibt es den weltweiten „World Cleanup Day“. In diesem Jahr war dieser am vergangenen Samstag. Neben vielen anderen Orten beteiligten sich auch Leute aus Eisenhüttenstadt im Umfeld der Stahlstadt an dieser Reinigungsaktion der Umwelt.

Trübe zeigte sich der Samstag als Janet Lippmann aus Schönfließ ihren Stand mit Arbeitsuntensilien aufbaute. Förster Olf Hempel half ihr dabei. „Alle die heute mitmachen, können die Arbeitswerkzeuge, Handschuhe und T-Shirts behalten“, sagte die Initiatorin des „World Cleanup Day“ in Eisenhüttenstadt. „Hundert Leute habe ich kontaktiert, ich hoffe, dass es zweihundert werden. Die hundert haben zugesagt, heute zu kommen“, erzählte sie von den Vorbereitungen. Auch die Werbung sei ganz gut gelaufen. Da bog auch schon ein Auto auf den Parkplatz an der Diehloer Straße ein. „Für mich als Naturliebhaber ist das eine Selbstverständlichkeit heute dabei zu sein“, meinte Klaus Hellmann, während er von Janet Lippmann Greifzange, Warnweste, Handschuhe und Müllsack bekam und sich in das Waldstück in Richtung Freilichtbühne begab. „Kommt mal her, das müsst Ihr gesehen haben“, rief er nach fünf Minuten und hielt Sachen, eine Tasche, Reste eines Zeltes und eines Schlafsackes in der Hand. Alles wanderte in einen bereit gestellten Container. „Ja, wenn man das so sieht, braucht man sich nicht zu wundern, dass die Forstwirtschaftsbetriebe für die Entsorgung von zig Kilo Müll über eine Million Euro im vergangenen Jahr ausgegeben haben. Damit wird auch Personal zweckentfremdet gebunden, dass wir beim Waldumbau viel nötiger bräuchten“, so der Waldfachmann, der gleich darauf auf eine neue Sündenstelle verweist: „Hier werden einfach Gartenabfälle entsorgt. Die fahren einfach mit dem Anhänger hierher, als in Diehlo einige Euro zu bezahlen“, schimpfte er. Etwas weiter liegen Trinkbecher, Staniolpapier, Styropor-Verpackungen, Speisereste, leere Schnapsflachen. Dazwischen sprießen Pilze. Es gibt keine Entschuldigung dafür, aber Papier- oder Müllbehältnisse am Parkplatz sind auch nicht vorhanden.

Abgesehen davon, dass falsch entsorgte Flüssigkeiten bis hin zu umgekippten Ölkanistern ins Grundwasser gelangen können, wird Plaste von Tieren aufgenommen und gelangt so auch in den menschlichen Kreislauf. Selbst Wellasbestplatten von alten Dächern wurden schon an den Goldfischteichen und in anderen Waldstücken gefunden. „Wir müssen das Umweltbewußtsein stärken und deshalb bin ich auch mit den Kindern der Grundschule Schönfließ hier im Gebiet an den Goldfischteichen und am Rosenhügel unterwegs“, erzählt Förster Olf Hempel weiter.
Das dachten sich wohl auch Venohr und Christian Thiel, die mit ihren Kindern Emmy, Toni und Lino zum „Waldfegen“ kamen. „Wir glauben, dass es wichtig ist, dass die Kinder lernen, was die Wälder für uns bedeuten und das Müll woanders hingehört. Außerdem sind sie heute an der frischen Luft und in Bewegung. Für uns ist eine saubere Umwelt ein Erfordernis“, begründen die Eltern ihre Entscheidung zum Mitmachen bei der Aktion an diesem besonderen Tag. Aber auch sonst sind sie mit wachen Augen unterwegs. „Wenn alle beim Waldspaziergang eine Tüte mitnehmen und Unrat mit herausbringen würden, wären die Wälder wahrscheinlich sehr schnell sauber“, war sich Janet Lippmann sicher.

Stunden später hatte sich der Container bis zur Hälfte gefüllt. Durch die 31 Helfer/innen war eine ganze Menge Unrat aus den umliegenden Wäldern herausgeholt worden. Zwischendurch gab es Duschen von oben. „Vielleicht ist das ein Grund gewesen, dass die Teilnahme an unserem heutigen Aktionstag sehr verhalten war“, so die Organisatorin, die schon ein wenig enttäuscht war und sich mit den Worten: „Einer muss ja den Anfang machen“, selbst Mut zusprach.
Beide, Janet Lippmann und Olf Hempel sind sich einig, dass es solche Tage öfter geben muss. „Wir müssen das Umweltbewusstsein der Leute stärken und ihnen klar machen, dass sie selbst verantwortlich für ein intaktes natürliches Umfeld sind. Nicht zuletzt kommt das ihren Kindern und Enkelkindern zu Gute und da hat uns gefallen, dass Familie Thiel mit ihren Kindern gemeinsam den heutigen Tag verbracht hat.“

Fotos: han

Eingetragen am 20.09.2021 um 19:38 Uhr.
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