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LOS - ASP: Schilfbestände in der Neuzeller Niederung werden kontrolliert abgebrannt

LOS (pm). Im Kampf um die Schweinepest werden in der kommenden Wochen streifenweise kontrolliert Schilfflächen in der Neuzeller Niederung abgebrannt. Die Schilfbestände werden dabei nicht vernichtet, sondern die Maßnahme führt zu einer Verjüngung des Bestandes, der vermutlich dichter wieder aufwachsen wird. Durchgeführt wird die Maßnahme durch eine im Naturschutz erfahrene Fachfirma.
Die Maßnahme dient dem Ziel, eine schwarzwildfreie Zone zwischen zwei festen Zauntrassen zu schaffen und eine erfolgreiche Entnahme aller Wildschweine zu ermöglichen. Die Schilfgebiete dienen den Rotten naturgemäß als bevorzugte Rückzugsmöglichkeiten. Für die Bejagung sind die ausgedehnten und hochgewachsenen Schilfgebiete jedoch unzugänglich. Durch das streifenweise Abbrennen der Schilfflächen werden diese Rückzugsgebiete stark eingeschränkt und kontrollierbar. Eine Schilfmahd ist auf den feuchten Moorflächen technisch nicht machbar.

Als erste Barriere wird die Zauntrasse am Oderdeich weiterhin wirksam gegen die Überwindung durch das Schwarzwild aus Westpolen gesichert. Eine zweite Trasse soll parallel dazu entlang der B 112 zur Abschirmung des Inlandes gezogen werden. Dadurch wird zwischen beiden Zauntrassen eine "weiße Zone" geschaffen, die in enger Zusammenarbeit mit den dort aktiven Jägern dauerhaft frei von Schwarzwild gehalten werden und insgesamt zu einer Unterbrechung des fortwährenden Infektionsdrucks aus Westpolen führen soll.

Die Maßnahme wurde bereits im Vorfeld mit der staatlichen Vogelschutzwarte Nennhausen, mit den anerkannten Naturschutzverbänden, dem Naturschutzbeirat des Landkreises sowie der unteren Naturschutzbehörde abgestimmt. Auch aus ornithologischer Sicht wird eine Entbuschung und Verjüngung der Schilfflächen für einen langfristigen Erhalt des Schilfbestandes und somit der Erhalt von Nistgebieten der schilfbrütenden Vogelarten (unter anderem Wiesenbrüter) begrüßt.
In der Neuzeller Niederung, die Teil des europäischen Vogelschutzgebietes (SPA) "Mittlere Oder" ist, arbeitet seit einigen Jahren eine Gruppe ehrenamtlichen Ornithologen mit der unteren Naturschutzbehörde und der bewirtschaftenden Agrargenossenschaft aktiv in einem Projekt zum Wiesenbrüterschutz zusammen. Hierbei wird das Brutgeschehen systematisch beobachtet und dokumentiert.
Zunehmend musste in den vergangenen Jahren festgestellt werden, dass der hohe Schwarzwildbestand eine ernstzunehmende Gefahr für die Bruterfolge der Wiesenbrüter darstellte. Um die bekannten Brutflächen zu schützen, wurde im Jahr 2020 damit begonnen, diese elektrisch einzuzäunen und die Wildschweine somit von den Gelegen der am Boden brütenden Wiesenbrüter fernzuhalten.
Durch die Entbuschung der Schilfbestände werden die Habitatbedingungen für viele schilfbrütende Vogelarten aufgewertet, sodass eine Verbesserung der Brut- und Lebensräume im Vogelschutzgebiet erreicht wird.
Seitens des Naturschutzes bestehen derzeit Überlegungen, die mittels Brand verjüngten Schilfbestände zukünftig in einem Rhythmus von drei bis fünf Jahren mosaikartig während der Zeit von gefrierendem Boden zu verjüngen. Damit würden die Schilfbestände langfristig so beschaffen sein, dass sie sich in unterschiedlichen Aufwuchsstadien befinden und die besten Voraussetzungen für die Artenvielfalt bieten.
Während der gesamten Maßnahme wird das Vorhaben durch die Amtsfeuerwehr abgesichert. Weiterhin wird mittels Drohne überwacht, dass es zu keiner aktiven Gefährdung von Tieren kommt.
Das sogenannte "Kerngebiet 1", das eine gesamte Fläche von etwa 150km² umfasst und im Osten direkt an die Oder angrenzt, beinhaltet neben dem Dorchetal auch die Neuzeller Niederung. Diese beiden Gebiete sind besonders von dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest betroffen. Mit Stand vom 22.01.2021 wurden im Land Brandenburg insgesamt 662 Fälle amtlich bestätigt. Darunter wurden allein 301 Funde innerhalb des Kerngebietes 1 in den Landkreisen Spree-Neiße und Oder-Spree getätigt.

Hinweis: Während der Maßnahme werden die Zugänge zu den betreffenden Gebieten mit Warnhinweisschildern versehen.

Eingetragen am 24.02.2021 um 17:13 Uhr.
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