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Sonderausstellung verlängert bis 7.6.2026
Museum Utopie und Alltag, Erich-Weinert-Allee 3, 15890 Eisenhüttenstadt
DokZ (pm). FREUNDSCHAFT! Eine oft genutzte Formel in der offiziellen Sprache der DDR. Der Sozialismus als weltumspannende Bewegung ist in den frühen Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg sowohl Ideologie als auch Verheißung. Die Praxis der internationalen Solidarität und der Völkerfreundschaft prägt globale Politiken ebenso wie den Alltag der Menschen.
Die noch junge DDR wirbt um transnationale Bündnisse, auch um die eigene Legitimation zu sichern. Wichtige Partner sind Länder, die sich aus kolonialer Abhängigkeit befreien. Mit Nationen wie Vietnam, Ägypten oder Kuba ist die DDR politisch, ökonomisch und kulturell verbunden. Staatlich gelenkte Solidaritätsbekundungen durchziehen den Alltag in Schule, Betrieb und Freizeit. Das Fortwirken rassistischer Bilder und Gewalt wird dabei wenig hinterfragt, auch nicht als sich Angriffe auf Menschen, die unter anderem über Arbeitsabkommen ins Land kommen, in den 1980er Jahren mehren.
Die Ausstellung "Fremde Freunde. Völkerfreundschaft zwischen Ideal und Wirklichkeit" blickt auf die Widersprüche der vielzitierten Völkerfreundschaft anhand der Museumsbestände: Ob importierte Genussmittel, Kinderbücher, Lehrmittel, Gemälde oder Plastiken – rassistische Bilder und Ausgrenzung lassen sich hier ebenso feststellen, wie Appelle und konkrete Ansätze zu deren Überwindung. Die Museumsbestände erzählen vor allem den Alltag einer als weiß vorgestellten Gesellschaft. Positionen von Menschen mit Einwanderungsgeschichte sind hier kaum zu finden. In Workshops, Gesprächsrunden und Depotbesuchen werden diese Aspekte diskutiert, ergänzt und mit aktuellen Erfahrungen verbunden.
Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der weißensee kunsthochschule berlin.
Das Museum Utopie und Alltag ist eine Einrichtung getragen vom Landkreis Oder-Spree und gefördert durch das Land Brandenburg.
VERLÄNGERT: Fremde Freunde. Völkerfreundschaft zwischen Ideal und Wirklichkeit
Sonderausstellung verlängert bis 7.6.2026
Museum Utopie und Alltag, Erich-Weinert-Allee 3, 15890 Eisenhüttenstadt
FREUNDSCHAFT! Eine oft genutzte Formel in der offiziellen Sprache der DDR. Der Sozialismus als weltumspannende Bewegung ist in den frühen Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg sowohl Ideologie als auch Verheißung. Die Praxis der internationalen Solidarität und der Völkerfreundschaft prägt globale Politiken ebenso wie den Alltag der Menschen.
Die noch junge DDR wirbt um transnationale Bündnisse, auch um die eigene Legitimation zu sichern. Wichtige Partner sind Länder, die sich aus kolonialer Abhängigkeit befreien. Mit Nationen wie Vietnam, Ägypten oder Kuba ist die DDR politisch, ökonomisch und kulturell verbunden. Staatlich gelenkte Solidaritätsbekundungen durchziehen den Alltag in Schule, Betrieb und Freizeit. Das Fortwirken rassistischer Bilder und Gewalt wird dabei wenig hinterfragt, auch nicht als sich Angriffe auf Menschen, die unter anderem über Arbeitsabkommen ins Land kommen, in den 1980er Jahren mehren.
Die Ausstellung "Fremde Freunde. Völkerfreundschaft zwischen Ideal und Wirklichkeit" blickt auf die Widersprüche der vielzitierten Völkerfreundschaft anhand der Museumsbestände: Ob importierte Genussmittel, Kinderbücher, Lehrmittel, Gemälde oder Plastiken – rassistische Bilder und Ausgrenzung lassen sich hier ebenso feststellen, wie Appelle und konkrete Ansätze zu deren Überwindung. Die Museumsbestände erzählen vor allem den Alltag einer als weiß vorgestellten Gesellschaft. Positionen von Menschen mit Einwanderungsgeschichte sind hier kaum zu finden. In Workshops, Gesprächsrunden und Depotbesuchen werden diese Aspekte diskutiert, ergänzt und mit aktuellen Erfahrungen verbunden.
Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der weißensee kunsthochschule berlin.
Alle Informationen rund um das Museum, zu Ausstellungen, Veranstaltungen und Projekten finden Sie unter www.utopieundalltag.de. Ansprechpartner: Für Rückfragen und weiterführende Informationen wenden Sie sich an: Alexander Renz, alexander.renz@l-os.de und telefonisch unter 03366 – 35 27 35 Abb.1: Plakat Weltfestpiele 1973, Gestaltung: Ingo Arnold © Nachlass Ingo Arnold, Museum Utopie und Alltag. Abb.2: Ausstellungsansicht, Foto: Kevin Fuchs © Museum Utopie und Alltag. Abb.3: Ausstellungsansicht, Foto: Kevin Fuchs © Museum Utopie und Alltag. Die stereotype Bildsprache entspricht der Entstehungszeit. Die Ausstellung bietet Anlass für eine Auseinandersetzung.
Sie benötigen Bildmaterial? Melden Sie sich gerne bei uns! Das Museum Utopie und Alltag ist eine Einrichtung getragen vom Landkreis Oder-Spree und gefördert durch das Land Brandenburg.
Telefon 03364 – 41 73 55 museum@utopieundalltag.de Standort Eisenhüttenstadt Erich-Weinert-Allee 3 15890 Eisenhüttenstadt
Standort Beeskow Auf der Spreeinsel, Zugang über Burg Beeskow Frankfurter Straße 23 15848 Beeskow |