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13 Schüler der ersten Klasse werden seit dem 13. August 2011 von insgesamt vier Lehrern unterrichtet. Für die Leiterin des Schulaktivs Dr. Dörte Fiedler der freien Grundschule Neuzelle hat sich das Konzept einer Inklusionsschule in der Praxis bewährt.
Neuzelle (han). Das muss sich herumgesprochen haben, denn am Tag der offenen Tür am Samstag zeigten viele Eltern großes Interesse an dieser Schulform, die sich eigentlich in drei Schlagworten auf einen Nenner bringen lässt: kleine Klassen, intensive Betreuung und Integration behinderter Kinder und damit das gemeinsame Lernen. „Alles ist im vergangenen Jahr sehr gut angelaufen und die Kinder haben sich schnell daran gewöhnt in einer Klasse zu sitzen, in der behinderte und nichtbehinderte gemeinsam lernen. Hier bedanke ich mich für das Engagement der Kollegen ganz herzlich“, so Dr. Dörte Fiedler. Sie rechnet im kommenden Schuljahr mit 16 Schülern in der ersten Klasse. Diese Zahl stellt die geplante maximale Klassenstärke dar. Unterrichtet wird nach den Vorgaben der staatlichen Rahmen- und Lehrpläne, so dass natürlich der spätere Übergang zu weiterführenden Schulen kein Problem darstellt. Während es in der ersten Klasse keine Zensuren gibt, entscheiden die Eltern von der zweiten bis vierten Klasse, ob benotet wird oder nicht. Die Leistungsentwicklung wird allerdings lückenlos dokumentiert. Auch an dieser Schule laufen derzeit die Bewerbungen für das kommenden Schuljahr. Anmeldungen müssen aber zunächst an den staatlichen Schulen erfolgen. In diesem Verfahren kann der Wunsch geäußert werden, die Einschulung an der freien Grundschule in Neuzelle durchzuführen. Alles weitere klärt das Lehrerteam im persönlichen Gespräch. Persönliche Kontakte nicht nur zu den Schülern sondern vor allem auch zu den Eltern werden groß geschrieben. Die Schule ist offen für besondere Wünsche. Angeboten werden die Ganztags- und Hortbetreuung, Gitarrenunterricht, Chor, Werken und Sportaktivitäten. Bei Bedarf kann auch Polnischunterricht aufgelegt werden. Für die Umsetzung neuer Angebote ist das Team offen. Grit Stenschke, die ihren Sohn Fabian an dieser Schule einschulen möchte, zeigt sich nach dem Rundgang begeistert: „Die kleinen Klassen und die intensive Betreuung sind wohl einmalig. Solche Lernbedingungen habe ich noch nicht gesehen. Und das die Kinder von Anfang an Lernen mit Behinderten umzugehen und sie als normale Klassenkameraden zu betrachten finde ich sehr gut.“ Auch Lehrerin Verena Schade ist voll des Lobes: „Es macht unheimlich Spaß hier zu unterrichten. Sie glauben gar nicht, wie viel sie von den Kindern zurückbekommen. Das Projekt Inklusion ist so super angelaufen, so dass auch ein autistischer Schüler (mit Einzelbetreuung) voll integriert ist. Es sind eben 13 dicke Freunde.“
Fotos: Jörg Hanisch |