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Kultur:
Gibt es das perfekte Verbrechen? Und siegt die Liebe über Faltenfreiheit?


Kleist Forum setzt erfolgreiche Reihen „Dinner&Theater“ sowie „Stummfilm und Piano“ im April und Mai fort

Frankfurt (Oder) (pm). Der April und Mai werden die Monate der Kulinarik im Theater: Die neue Reihe „Dinner & Theater“ wird zwei Mal und Jürgen Kurz einmal mit der beliebten Kombination von „Stummfilm und Piano“ zu Gast im Kleist Forum sein.

Am 21. April und 23. Mai bitten die Uckermärkischen Bühnen Schwedt bei neuen Folgen von „Dinner&Theater“ die Besucher des Kleist Forums um Mithilfe bei der Aufklärung eines perfekt erscheinenden Verbrechens. Ab jeweils 19 Uhr wird im Konferenzraum 2 beim „Mord auf offener Bühne“ gespeist und ermittelt. Nur wenige Tage später, am 26. Mai, bearbeitet Jürgen Kurz den Flügel in der Studiobühne und sorgt mit der Begleitung zu Murnaus Stummfilm „Faust“ aus dem Jahr 1926 für Gänsehaut.

Ein „Mord auf offener Bühne“: Während einer Operngala verstirbt plötzlich der Tenor. Die Anwesenden entschließen sich, die Polizei nicht zu informieren. Man überlässt einem zufällig anwesenden Privatdetektiv die Ermittlungen. Dieser vermutet Mord – was Wunder.
Zwischen ermordetem Tenor und einem aufzuspürenden Täter serviert das Team vom Restaurant Schroffenstein’s ein viergängiges Killer-Menü, bestehend aus „Koloratur-
Häppchen“ zum Auftakt und „Grüßen aus dem Orkus“ in der Vorsuppe. Als Hauptgericht erwarten die Besucher „Doppelgesichtige Klöße in blutiger Sauce mit messerscharfem Steak“, abgerundet mit „Creme Maiglöckchen“ und einem hoffentlich gestellten Mörder
zum Dessert. Wer bislang keine Karten für die Wintervorstellungen erhielt, kann nun im Frühling für 30 Euro pro Person mitermitteln und –dinieren.
Deutlich kleiner fällt der Imbiss bei „Stummfilm und Piano“ aus, der traditionell vor Filmbeginn serviert wird. Ob es am 26. Mai mephistophelische Häppchen geben wird, hat die
Küchencrew vom Schroffenstein’s noch nicht entschieden, sicher ist aber, dass der Einblick in das Reich des Beelzebubs entsprechend lecker begleitet wird. Friedrich Wilhelm Murnaus Stummfilmklassiker von 1926 kreist um ein immer aktuelles Thema – das Wiedererlangen
der ewigen Jugend. Da kurzzeitige Abhilfe durch Botox & Co. noch nicht verfügbar war, hat Mephisto leichtes Spiel mit Faust und überzeugt diesen von einem dauerhaften
Tauschgeschäft: Jugend gegen Seele. Dass die Liebe zumindest zeitweise die Faltenfreiheit besiegt, zeigt die Verbindung Fausts mit Gretchen.
Markante Töne am Piano begleiten den Filmabend, der wegen des fortgeschrittenen Frühlings und der Helligkeit nicht wie gewohnt im Foyer sondern in der Studiobühne des Kleist Forum stattfinden wird. Jürgen Kurz’ Markenzeichen und Vielen schon von seinen regelmäßigen
Auftritten im Kleist Forum bekannt: Der Flügel, den er mit verschiedenen Objekten, wie Radiergummis, Nägeln, Stoff oder Papier präpariert und dem er damit eine verfremdete
Klangfülle entlockt.
Das teuflische Treiben kostet mit Musik und Imbiss 10 Euro, ermäßígt 7 Euro. Schüler und Studenten zahlen 5 Euro.
Tickets für alle drei Veranstaltungen können an der Kasse im Kleist Forum unter der Telefonnummer
0335 40 10 120 oder per E-Mail unter ticket@muv-ffo.de reserviert werden. Weitere Informationen gibt’s unter: www.muv-ffo.de.

Foto: Udo Krause
ubs, Mord auf offener Bühne: v.l. Peter Benjamin Eichhorn, Susanne von Lonski, Stefan Bräuler, Maximilian Wolff

Eingetragen am 25.03.2010 um 05:07 Uhr.
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