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Wirtschaft:
Mikroelektronik gewinnt an Bedeutung

Unternehmen der Region nutzen ihre Chancen

Frankfurt (Oder) (pm). Oberbürgermeister Dr. Martin Wilke und Prof. Dr. Richter haben beim „Stammtisch Mikroelektronik“ die Bedeutung der Unternehmen und der Forschung für die Region betont. Der Stammtisch bildet eine Plattform, auf der seit September 2016 rund 20 Personen aus Elektronik-Unternehmen, Wissenschaft und Wirtschaftsförderung über die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Frankfurt (Oder) diskutieren und Ideen schmieden. In den vergangenen Tagen fand in Müllrose der nunmehr vierte Stammtisch statt. Der demographische Wandel, die Fachkräftegewinnung oder die sich aus der Digitalisierung ergebenden Chancen standen dabei besonders im Fokus.

Interessant ist die Zusammensetzung der Runde auch, weil sich hier nicht nur lokale Akteure treffen, sondern auch gut vernetzte Persönlichkeiten aus dem Land Brandenburg und Berlin die Runde bereichern. Die Initiative zu dieser Aktion ergriffen hatte Prof. Dr. Richter, Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung von Wissenschaft und Wirtschaft, die diesen Stammtisch moderiert.

Beraten wurden aktuelle Fragestellungen wie die Außendarstellung der Region, bei der eine Internetplattform eine wesentliche Rolle spielen wird. Auch Maßnahmen zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses inklusive deren frühzeitiger Bindung sowie die Sicherung und Ausbau der Wertschöpfungskette bei Produkten waren Gesprächspunkte.

In der Diskussion mit Dr. Martin Wilke wurden insbesondere auch Vorschläge diskutiert, wie das Image der Region erhöht werden kann. „Wichtig ist es, einen die Region übergreifenden Schulterschluss herzustellen, um letztlich mit neuen Produkten in elektronik-relevanten Themenfeldern Marktpräsenz zu festigen und zu erweitern.“, so Dr. Wilke weiter.

„In den letzten Jahren haben sich unsere Unternehmen auf dem Weltmarkt mit neuen Produkten etablieren können und moderne Innovationsfelder bedient. Auf der anderen Seite sind diese Unternehmen in der Region kaum bekannt und werden kaum wahrgenommen. Bestandspflege ist somit eine wichtige Aufgabe der Wirtschaftspolitik.“, so Prof. Dr. Hans Richter.
In der Diskussion brachte der Oberbürgermeister zum Ausdruck, dass die Potentiale der Region vielfach unterschätzt werden. „Die eingeleiteten Maßnahmen unserer Wirtschaftsförderung zum Ausbau der Breitbandversorgung sind ein richtiges und optimistisches Signal auf dem Weg zur Digitalisierung. Die Kooperationsmöglichkeiten zwischen der GFWW, dem IHP, der Europa-Universität Viadrina und der Wirtschaftsförderung werden derzeit intensiv geprüft. Der Aufbau einer gemeinsamen Einrichtung, Gründungen aus dem Universitätsbereich oder die Umsetzung von SMART-City-Projekten sind wesentliche Bausteine, um die Zukunft des Wirtschaftsstandortes mit eigener Kraft zu beeinflussen.“, so Dr. Martin Wilke.

Aus Sicht der GWFF wird es künftig darauf ankommen, die Innovationskraft in der Region zu stabilisieren und auszubauen. Dies erfordert ein enges Zusammenspiel der Akteure aus den Unternehmern, den Bundes- und Landesministerien und Wirtschaftsförderern der Stadt. „Das Klima für Innovationen und ihre Akteure sind äußerst günstig. Im Zusammenspiel von Technologie, Wissenstransfer und dem Halten von Talenten in der Region können sich Regionen wie Frankfurt (Oder) als Standorte empfehlen.“, so Prof. Richter abschließend.

Foto: Stadt FFO

Eingetragen am 14.07.2017 um 04:34 Uhr.
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